Flitterwochen in Schottland

Endlich komme ich dazu ein paar Worte über unsere Hochzeitsreise zu schreiben! Die letzten Tage bin ich einfach nicht dazu gekommen, weil wir gerade mitten in der Renovierung unserer Wohnung/unseres Hauses stecken. Jedenfalls liegt unsere Reise nun schon ein paar Tage hinter uns und ich möchte ein paar Eindrücke und Bilder für mich und euch festhalten, bevor ich alles vergesse.

Vorab eine kleine Zusammenfassung: Wir hatten eine wunderschöne, aber auch anstrengende und regnerische Zeit in England und Schottland! Wir sind beide sehr froh, diese Reise gemacht zu haben, aber auch, jetzt wieder zuhause zu sein.

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Am 08.09 sind wir ganz entspannt gegen 8 Uhr losgefahren. Da wir schon zwei Mal in Großbritannien waren und beide Male viel zu früh aufstehen und losfahren mussten um pünktlich an der Fähre bzw. am Eurotunnel zu sein, hatte ich dieses Mal die Tickets für den Eurotunnel zu einem späteren Zeitpunkt gebucht. Kann ich euch wirklich nur empfehlen, falls ihr mal mit dem Auto nach England fahrt!

Die Fahrt im Eurotunnel ist wirklich super angenehm. Auf Fähren wird mir immer schlecht, das Problem hat man beim Eurotunnel nicht. Man fährt mit dem Auto einfach auf den Zug, zieht die Handbremse an und lehnt sich während der Fahrt zurück. Innerhalb von 35 Minuten kommt man in England an und wird dann mit dem Linksverkehr konfrontiert. Zum Glück haben wir beide kein Problem mit Linksverkehr!

Warum wir überhaupt mit dem Auto nach Schottland unterwegs waren? Ganz einfach: Weil Viviane Flugangst hat (die Art von Flugangst bei der man lieber gar nicht verreisen würde, anstatt zu fliegen). Deshalb stand sofort fest, dass wir mit dem Auto nach Schottland fahren. Das haben wir auch letztes Jahr so gemacht. Doch dieses Jahr hatten wir ein paar mehr Pausen eingeplant. So eine lange Autofahrt (von Düsseldorf nach Calais, durch den Eurotunnel nach Folkestone und von da aus bis nach Cambridge) kann ganz schön anstrengend sein!

Wir waren beide froh, als wir endlich in Cambridge angekommen sind. Dort waren wir im Sonnenschein spazieren und haben etwas gegessen, bevor wir zu unserer Unterkunft gefahren sind. In Cambridge hätte ich auch gerne noch einen weiteren Tag verbracht! So eine romantische und schöne Stadt. Das werde ich hoffentlich irgendwann nachholen.

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Nach unserem Aufenthalt in Cambridge sind wir dann nach Newcastle gefahren. Dort hat es mir leider überhaupt nicht gefallen. Viviane und ich sind sowieso keine großen Stadt-Fans, weshalb wir froh waren, dass wenigstens unsere Airbnb-Unterkunft schön und kuschlig war. Sowieso war es ein Kuschel-Urlaub mit viel Tee und Kakao, Downton Abbey im Fernsehen und einem Harry Potter Hörbuch während der Autofahrt.

Am nächsten Tag haben wir dann endlich Schottland erreicht. Dieses Land ist für mich einfach etwas ganz Besonderes! Ich liebe die Hügel, die Lochs, die Natur allgemein. Es ist so beeindruckend und aufregend, Schottland mit dem Auto zu erkunden!

Vorbei an Glasgow und dem Loch Lomond haben wir das kleine Dorf erreicht, in dem sich unsere Unterkunft für die nächsten Tage befand. Wir sind über einen schmalen Weg gefahren und Viviane meinte noch, dass sie hofft, dass die Unterkunft nicht direkt am Wasser ist…. Dann sind wir über eine Hügelkuppe gefahren und hatten direkte Sicht auf den Loch Linnhe. Viviane war nicht begeistert über diese großartige Aussicht. Sie brauchte aber nicht lange um sich daran zu gewöhnen und Gefallen daran zu finden 🙂

Unsere Zeit in der Unterkunft war wundervoll. Wir haben von da aus einen Ausflug nach Oban (kann ich nur empfehlen!) und zum Glenfinnan-Viadukt gemacht. Das Viadukt und der Zug (the Jacobite) waren das Highlight unsere Reise! Wer von euch es nicht weiß: das Glenfinnan-Viadukt ist die berühmte Brücke über die der Hogwarts-Express in den Harry Potter Filmen fährt.

Es hat immer wieder geregnet und man muss ein kleines Stück zu dem Aussichtspunkt wandern, an dem alles voller Midges war, aber es hat sich gelohnt! Als der Zug eingefahren ist, sind mir sofort die Tränen in die Augen gestiegen… Ich hatte richtige Gänsehaut. Harry Potter hat für mich eine wahnsinnig große Bedeutung!

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Nachdem wir ein paar Tage am Loch Linnhe verbracht hatten ging es dann natürlich weiter. Und zwar auf die Isle of Skye! In wundervollen Sonnenschein sind wir auf die Insel gefahren. Es war eine tolle Autofahrt, sogar mit einem Regenbogen!

An dem Tag haben wir zwei Mal gehalten um uns eine Burg anzusehen und zu den Fairy Pools zu wandern. Bei dieser Wanderung habe ich dann allerdings gemerkt, wie erschöpft ich durch die langen Fahrten war. Und auch Viviane war froh, als wir später wieder im Auto saßen.

Danach ging es dann in unsere Unterkunft. Dort habe ich mich leider gar nicht wohlgefühlt. Kennt ihr das, wenn man sich einfach nicht wohlfühlt und gar nicht so genau sagen kann, woran es liegt? Jedenfalls haben wir spontan entschieden, nicht wie geplant zwei Tage dort zu verbringen, sondern nur eine Nacht und einen ungeplanten Abstecher zum Loch Ness zu machen.

Gesagt, getan. Und es war die richtige Entscheidung! Ich war noch NIE in so einer beeindruckenden Unterkunft, wie der, in die wir dann gefahren sind. Es war ein altes Haus im viktorianischen Stil mitten im Wald, das von einem super netten Ehepaar als B&B geführt wurde. Wir hatten sogar eine freistehende Badewanne in unserem Zimmer! Den Abend haben wir unten am Kamin verbracht, später noch ein Bad genommen und morgens gab es ein tolles Frühstück am großen Esstisch! Ich liebe solche Häuser! Während wir so da saßen, hatte ich direkt hundert Ideen im Kopf für neue Geschichten und Bücher 🙂

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Nach dem Loch Ness ging es dann auf direktem Weg zurück nachhause. Eigentlich hatten wir noch einen Halt in Oxford geplant, weil wir es letztes Jahr so schön dort fanden, aber dann hatten wir beide keine Lust mehr und wollten die Heimreise so schnell wie möglich hinter uns bringen.

Eine Nacht haben wir noch in England in der Nähe von Oxford geschlafen, weil die Strecke sonst zu weit gewesen wäre, aber dann sind wir am nächsten Morgen von dort aus zurück nach Deutschland gefahren.

Es war so schön, unsere Familie, die Katzen und Hunde wiederzusehen. Selbst wieder unter der eigenen Dusche zu stehen war ein tolles Gefühl!

Ich liebe es zu reisen, aber ich freue mich auch, wenn ich dann wieder zuhause bin. 🙂

Die Zeit in England und Schottland wird uns trotzdem gut in Erinnerung bleiben! Ich hoffe, dass euch dieser kleine Einblick gefallen hat. Wenn ihr noch Fragen habt, dann schreibt mir gerne.

Eure Luisa