Meine erste Lesung

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Der gestrige Tag war ganz schön aufregend. Ich dürfte meine erste Lesung in einer Bibliothek in Erfurt halten, was wirklich eine tolle Erfahrung war!

Morgens bin ich mit dem Zug in Düsseldorf gestartet. Während der Fahrt habe ich mir die Zeit vertrieben, indem ich Musik gehört habe und nochmal die Textstellen durchgegangen bin, die ich später vorlesen wollte.

Nach etwas über 4 Stunden habe ich dann endlich Erfurt erreicht, wo ich mich mit Lea und Fabian getroffen haben, die für die Organisation bzw. Moderation der Lesung, im Rahmen der Veranstaltungswoche des CSD Erfurt, verantwortlich waren.

Obwohl ich ziemlich müde von der Zugfahrt war, war es schön, von den beiden durch Erfurt geführt zu werden. Eine richtig süße Stadt, in der ich zum ersten Mal war! In einem kleinen Café haben wir eine Pause gemacht und bei schönstem Sonnenschein (zum Glück keine Hitze) nochmal über den Ablauf der Lesung gesprochen.

Danach ging es auch schon zur Bibliothek, wo ich herzlich empfangen wurde, wir alles aufgebaut und dann auf die Zuhörer*innen gewartet haben. Zu meiner Lesung sind ca. 20 Leute gekommen und es war eine super Ehre, zu wissen, dass alle wegen meiner Lesung da waren!

Im Vorfeld war ich ganz schön aufgeregt, aber als ich dann da saß und Lea die Lesung anmoderiert und mich vorgestellt hat, war die Nervosität plötzlich weg. In solchen Momenten halte ich mir immer vor Augen, dass ich einfach nur von netten und neugierigen Menschen umgeben bin, die mir nichts Böses wollen. Wir sind dann zusammen in „Unser Platz in dieser Welt“ abgetaucht. Bis auf die Tatsache, dass ich meine Lesezeit um 10 Minuten überschritten habe, lief alles super.

Im Anschluss an die Lesung gab es dann noch eine kleine Fragerunde über das Schreiben, Veröffentlichen und LGBT-Themen. Solche Fragerunden mag ich total gerne, auch, wenn es das erste Mal war, dass ICH dabei im Mittelpunkt stand! Wirklich ein ungewohntes, aber schönes Gefühl.

An die Zeit nach der Lesung kann ich mich leider kaum noch erinnern, weil ich plötzlich totale Kopfschmerzen hatte und einfach nur super erleichtert war, als ich später wieder im Zug Richtung Düsseldorf saß und die Augen zumachen konnte.

Nachts um 1 bin ich total erschöpft ins Bett neben Viviane gefallen. Obwohl die An- und Abreise sehr anstrengend waren, bin ich sehr froh und dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen!

Und wer weiß, vielleicht steht schon bald die nächste Lesung an, auf der ich neue Menschen kennenlernen und an meinen Geschichten teilhaben lassen darf.

Eure Luisa ❤